Blog
E-Mail

mxpost

Telefon

0201-848300

Hammerstr. 156
45257 Essen

Ein­ste­cken können

Kategorien

13. Oktober 2016

Desi­gner sind mei­nungs­freu­dig. Ein Desi­gner hat einen eigenen Stil, kennt die aktu­el­len Trends in Grafik und Tech­no­lo­gie und weiß, was heute viel­leicht noch okay, morgen aber ein alter Hut ist. Seine Meinung ist gefragt und eine starke Meinung ist Aus­druck eines siche­ren Gespürs.

»Gestal­tung ist Haltung«, Helmut Schmid, Typograph

Und Desi­gner machen Fehler. Manch­mal liegen sie falsch bei ihrer Ein­schät­zung der Situa­tion oder dem Geschmack der Ziel­gruppe. Das zu erken­nen – zu wissen, wann ein Argu­ment fun­diert ist, und wann es nur mit Geschmack gerecht­fer­tigt werden kann – ist eine Fähig­keit, die sich Desi­gner mühsam erar­bei­ten mussten.

Als Design­stu­dent lernt man Kri­tik­fä­hig­keit vom ersten Tag an und trotz­dem bleibt fach­li­che Kritik immer auch etwas Per­sön­li­ches. Gerade weil es in Fragen der Gestal­tung selten ein klares Richtig-oder-falsch gibt, macht jede Design­ent­schei­dung den Desi­gner immer auch auf emo­tio­na­ler Ebene angreif­bar. Nicht selten hat er viel Zeit in Details inves­tiert, um dann an einer Kritik zu schei­tern, die die grund­sätz­li­che Idee der Gestal­tung anzwei­felt. Und leider oftmals nicht unbe­grün­det. In so einer Situa­tion eine tref­fende inhalt­li­che Kritik zu akzep­tie­ren, die Begeis­te­rung für die eigene Arbeit in Frage zu stellen und Spaß daran zu haben, eine Lösung für die neue Anfor­de­rung zu finden – das ist eine all­täg­li­che Herausforderung.

»Gute Typo­gra­fie erklärt den Inhalt. Nicht den Gestal­ter.« Kurt Wei­de­mann, Typograph

Kritik akzep­tie­ren, eva­lu­ie­ren und inter­pre­tie­ren war schon immer Kern­kom­pe­tenz des Desi­gners – und wird es umso mehr, je weiter sich der Beruf in Rich­tung Bera­tung ent­wi­ckelt. Als ambi­tio­nier­ter Gestal­ter (und das ist jeder Desi­gn­an­fän­ger) ist es eine bittere Pille, seine Ideen und seinen Geschmack einer sach­li­chen Bewer­tung aus­ge­lie­fert zu sehen. Bisher war man es ja gewohnt, seine Arbeit mit Argu­men­ten wie »schön« zu bewer­ten. Das ist im Kontext einer Desi­gnauf­gabe natür­lich nicht genug. Als Desi­gner bleibt einem nichts übrig, als zu akzep­tie­ren, dass die eigene Meinung ihre Grenzen hat. Kritik kommt aus allen Rich­tun­gen: von anderen Desi­gnern im Team, aus der Mar­ke­ting­ab­tei­lung des Auf­trag­ge­bers, aus dem Ver­trieb, der Legal-Abteilung, der Technik – und alle haben andere, wich­tige Kom­pe­ten­zen, die in den Design­pro­zess ein­flie­ßen müssen. Nur aus der Viel­zahl der Mei­nun­gen kann sich ein gutes Produkt entwickeln.

Als Desi­gner mit Erfah­rung gilt es, mit den Mitteln zu gestal­ten, die zur Ver­fü­gung stehen und inner­halb der Grenzen, die die Situa­tion auf­stellt. Und was Mittel und Grenzen angeht, sind die Kri­ti­ker oft sen­si­bler als der Designer.

Aus unserem Blog:

Design Web­sites für Praxen, Büros und Handwerk

10. Oktober 2017

Websites auf hohem Design-Niveau müssen nicht das Budget sprengen. Oft glauben kleine Unternehmen, Praxen und Handwerksbetriebe, dass man sich die Beratung von Agenturen nicht leisten kann. Aber mit Hilfe von professionellen Mietlösungen lassen sich High End … mehr

Nacht­le­ben App für SnapNight

28. August 2017

Für unseren Kunden SnapNight haben wir eine Party App entwickelt, die auf einem Radar Clubs und Events in der Umgebung anzeigt.In der Location können Besucher via QR-Code einchecken, um zu bewerten, zu kommentieren und Bonuspunkte (z.B. für Freigetränke) zu sammeln. Die App ist für … mehr

Haltung als Säule im Cor­po­rate Image Prozess

21. August 2017

Auf eine schöne und spannende Markenwelt, die Haltung zeigt und diese auch bewahrt!Stellen Sie sich folgendes Szenario mal vor: Ganz gewieft wird eine Marke kreiert auf der Basis von durchaus seriösen Marktanalysen, der Eruierung von Zielgruppenbedürfnissen, … mehr