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Bewertung im Netz

27. Juli 2017

Käufer machen Meinung

Im Netz einzukaufen ist einfach bequem. Nicht nur der Umstand, dass ich von überall aus einkaufen kann, macht es so reizvoll – auch der Aspekt, dass ich mich nicht lange mit dem Treffen von Entscheidungen aufhalten muss. Weil die Shops à la Amazon, Zalando und Co. Netzwerke mit Millionen von Nutzern mobilisiert haben, ist eine neue Art von Mundpropaganda entstanden. Über unabhängige Meinungen anderer Nutzer weiß ich schnell, dass ein bestimmter Toaster nicht funktioniert oder dass ein Verkäufer nicht die Akkus liefert, die er online beschrieben hat. Solche Systeme können natürlich manipuliert werden, bzw. sie manipulieren den Nutzer per se, denn sie führen zu Verzerrungen. Ein Produkt, das schon eine Bewertung erhalten hat, sticht aus der Masse an Angeboten heraus, wird damit automatisch vom Kunden bevorzugt, erhält automatisch immer mehr Bewertungen und wird dann als Shop-Bestseller präsentiert. Dabei muss es sich weder um das beste Produkt, noch wirklich um das bestverkaufte handeln. Dazu kommt, dass man sich im Netz gern über die Extreme austauscht und dabei gern übertreibt. Für die Verkäufer kann das schnell langfristige Folgen haben – denn sie können sich gegen die schlechten Bewertungen nicht wehren, die für Jahre im Netz stehen bleiben. Da sie selbst bei falschen Behauptungen kaum Einfluss haben (BGH 03/16), wehren sich die Verkäufer auf andere Art: Sie bedienen sich einem wachsendem Markt bezahlter Bewertungen, die die Kritik einfach mit positiven Kommentaren überdecken. Airbnb hat den Spieß kürzlich sogar umgedreht: Die Vermieter können nun ihre Gäste bewerten – hat man sich daneben benommen, bekommt man das nächste Mal kein Zimmer mehr. Aber wo soll das bloß hinführen, wenn die Verkäufer ihre Produkte nicht mehr verbessern und die Kunden nicht mehr kaufen dürfen? Also, anstatt sich gegenseitig anonyme fiese Bewertungen zuzuschieben, könnte man ja auch einfach mal wieder miteinander reden.

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