Blog
E-Mail

mxpost

Telefon

0201-848300

Hammerstr. 156
45257 Essen

Social Media bringen keinen Umsatz.

Kategorien

10. Juli 2010

Der ehe­ma­lige Prä­si­dent von CBS News Andrew Heyward schrieb im letzt­jäh­ri­gen Harvard Busi­ness Review dass »jedes Unter­neh­men ein Medien-Unternehmen« ist. Damit brachte er auf den Punkt, dass sich der Markt in eine Rich­tung bewegt, in der Wer­be­trei­bende über­zeu­gen­den Content bereit­stel­len müssen um wett­be­werbs­fä­hig zu bleiben. Aktu­elle Mess­ergeb­nisse legen nahe, dass das tat­säch­lich der Fall ist, und dass es sich als irre­füh­rend her­aus­stel­len könnte, Soziale Netzt­werke wie Twitter und Face­book nur als Werk­zeuge zur Umsatz­stei­ge­rung zu sehen.

LeadForce1, ein Anbie­ter von Online-Marketing-Automation, hat von Februar bis April 2010 Besu­cher­da­ten von 218 Unternehmens-Websites unter­sucht, die auch in den Social Media aktiv sind. Die Ergeb­nisse haben auf erstaun­li­che Weise gezeigt, dass sich Besu­cher die aus sozia­len Netz­wer­ken auf die Unter­neh­mens­seite gefun­den haben, vor allem mit den Inhal­ten auf der Site aus­ein­an­der­set­zen, beson­ders mit dem Unternehmens-Blog, und kaum die übli­chen Ziele einer Website erfül­len – sich etwa nach Pro­duk­ten zu infor­mie­ren oder das Kon­takt­for­mu­lar aus­zu­fül­len. Ein Bei­spiel in Zahlen: Bei Besu­chern die von Twitter kommen, ist es etwa sechs mal wahr­schein­li­cher, dass sie eine Blog-Post lesen, als dass sie ein Kontakt-Formular absen­den. Wenn sie von Face­book kommen sind ist das Ver­hält­nis nicht ganz so dras­tisch, dennoch inter­es­sie­ren sich der Groß­teil dieser Besu­cher am meisten für die »Über uns«-Seite. Etwa 63% der von Twitter oder Face­book kom­men­den Besu­cher besu­chen nur eine einzige Seite. Die Schluss­fol­ge­rung, die LeadForce1 zieht, ist dass Face­book und Twitter nicht zu Umsät­zen oder Leads führen. Social Media sind demnach ein pas­sen­der Kanal für die Bestands­kun­den­be­treu­ung, für die Kom­mu­ni­ka­tion mit der Presse oder Ent­schei­dungs­trä­gern, viel­leicht um geschäft­li­che Gele­gen­hei­ten auf­zu­tun aber nicht um Umsatz damit zu gene­rie­ren. Wenn man bedenkt, dass in den Social Media bisher kaum auf ein ROI geach­tet wird, klingt dieses Ergeb­nis sehr ent­täu­schend. Man könnte dagegen argu­men­tie­ren, dass die Schluss­fol­ge­rung von LeadForce1 zu kurz­sich­tig ist. Sie lässt die lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen auf das Stan­ding des Unter­neh­mens außer Acht, die mit qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gem Content ver­bun­den sind. Diese Aus­wir­kun­gen sind nicht Teil der Unter­su­chung, eben­so­we­nig der neue Evo­lu­tios­schritt im Social Media Mar­ke­ting, den Andrew Heyward so tref­fend zusam­men­ge­fasst hat. So ist die Sta­tis­tik so etwas wie eine selbst­er­fül­lende Pro­phe­zei­ung. Redak­teure und Wer­be­trei­bende werden gewief­ter und wissen, dass klas­si­sche Wer­be­bot­schaf­ten in den Socia Media nicht funk­tio­nie­ren, und leiten die User dem­entspre­chend eher auf con­tent­starke Seiten als zu direk­ten Abver­kaufs­zie­len. Und eines sollte klar sein: Es ist nicht nutzlos User auf Con­tent­sei­ten, wie etwa Blog­ar­ti­kel, zu leiten. Obwohl hier ver­mut­lich keine direk­ten Umsätze gene­riert werden, kommt es doch viel­leicht zu einem Kom­men­tar, einem Newsletter-Abo, einem Retweet oder einem Facebook-Eintrag. So bildet sich eine Leser­schaft, ein Publi­kum, das mit jedem guten Artikel wächst, und das akti­viert werden kann, wenn es darum geht Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen oder Son­der­an­ge­bote zu kom­mu­ni­zie­ren – dann mit einem Vor­sprung an Ver­trauen und Glaub­wür­dig­keit. Obwohl Mar­ke­ting in seiner tra­di­tio­nel­len Form – mit dem direk­ten Drängen auf das Gene­rie­ren von Leads – in den Social Media schlecht funk­tio­niert, sollte man nicht den Fehler begehen, Social Media einzig als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal ohne direkte Chance zur Umsatz­stei­ge­rung zu sehen. … Dieser Artikel ist eine Über­set­zung des Blog­posts »Is Social Media Failing to Produce Busi­ness Leads?« von Adam Ostrow. Über­setzt von Mat­thias Meyer | Manx.

G L O S S A R

Leads: Lead bezieht sich im Mar­ke­ting auf ein durch den Wer­be­trei­ben­den defi­nier­tes Ziel, das einen, seinem Geschäfts­mo­dell ent­spre­chen­den, Abschluss ver­spricht. Das kann der Down­load einer Soft­ware sein, das Bestel­len einer Ware oder das Anfor­dern einer Dienst­leis­tung. Ein, meist durch Mar­ke­ting­maß­nah­men erreich­tes, Inter­esse an dem Produkt des Wer­be­trei­ben­den ist ein Lead. Die her zum Teil ver­wen­dete Über­set­zung »Umsatz« ist also etwas ver­kürzt. ROI (Return Of Invest­ment): Bezeich­net im Mar­ke­ting den zu erwar­ten­den Gewinn einer Werbe- oder Mar­ke­tingin­ves­ti­tion.

Aus unserem Blog:

Design Web­sites für Praxen, Büros, Gastro und Hand­werk

10. Oktober 2017

Websites auf hohem Design-Niveau müssen nicht das Budget sprengen. Oft glauben kleine Unternehmen, Praxen und Handwerksbetriebe, dass man sich die Beratung von Agenturen nicht leisten kann. Aber mit Hilfe von professionellen Mietlösungen … mehr

Nacht­le­ben App für SnapNight

28. August 2017

Für unseren Kunden SnapNight haben wir eine Party App entwickelt, die auf einem Radar Clubs und Events in der Umgebung anzeigt.In der Location können Besucher via QR-Code einchecken, um zu bewerten, zu kommentieren und Bonuspunkte (z.B. für Freigetränke) zu sammeln. Die App ist für … mehr

Haltung als Säule im Cor­po­rate Image Prozess

21. August 2017

Auf eine schöne und spannende Markenwelt, die Haltung zeigt und diese auch bewahrt!Stellen Sie sich folgendes Szenario mal vor: Ganz gewieft wird eine Marke kreiert auf der Basis von durchaus seriösen Marktanalysen, der Eruierung von Zielgruppenbedürfnissen, … mehr